Neben dem Studium etwas dazuverdienen – die besten Studentenjobs

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In Uni-Bibliotheken lassen sich Bücher umsonst studieren – außerhalb der Universität müssen Studenten viel selbst finanzieren.
In Uni-Bibliotheken lassen sich Bücher umsonst studieren – außerhalb der Universität müssen Studenten viel selbst finanzieren.

Das Studentenleben ist eine ganz besondere Zeit. Ein Lebensabschnitt voller Lust auf neue Wissensgebiete, die einen Einstieg ins eigene Berufsleben möglich machen sollen – und in der Regel mit wenig Geld und Komfort. Die meisten haben während ihrer Studienzeit nur ein sehr begrenztes Budget zur Verfügung. Ein Studentenjob hilft, dieses Budget etwas aufzubessern und zudem wertvolle Berufserfahrungen zu sammeln.

Bei einem Studentenjob geht es nicht nur um die Aufbesserung der Finanzen. Der erste oder zweite Job im Studium kann auch ein wichtiger Grundstein für die angestrebte Berufskarriere sein. Mit dem Nachweis von Praxiserfahrungen während des Studiums punkten Absolventen und spätere Job-Kandidaten bei zukünftigen Arbeitgebern. Für den guten Eindruck dienen entweder verschiedene Praktika oder projektbezogene kleine Jobs. Dadurch erhalten Studierende einen Einblick in ein späteres Berufsfeld und bauen bereits Kontakte in das gewünschte Berufsumfeld auf.

Vor allem in der vorlesungsfreien Zeit und während der Semesterferien können Studenten sich voll auf einen Job oder ein Vollzeit-Praktikum einlassen. Bei vielen Praktika-Anbietern gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung oder ein Praktikumsgehalt. Doch auch während der Studienzeit bieten sich gute Möglichkeiten, nebenher etwas Geld dazuzuverdienen. Mein-wahres-Ich.de hat die 25 ausgefallensten und 25 klassische Studentenjobs zusammengestellt (hier geht’s zur Liste mit 50 Studentenjobs). Einige davon wollen wir hier vorstellen.

 

Ungewöhnliche Studentenjobs

Arbeiten gehen muss nicht nur ausschließlich einer besseren Qualifikation dienen, sondern soll auch Spaß machen! Gerade bei einem anspruchsvollen Studiengang darf der Nebenjob gern andere Interessen bedienen. Wer weiß, vielleicht entdeckt der eine oder andere dabei auch ungeahnte neue Qualitäten an sich?

  • Online-Jobs:
    Diese Jobs lassen sich von jedem PC aus erledigen, etwa als Website-Tester oder Spieletester, Teilnehmer an Online-Umfragen oder als Auftragstexter. In der Marktforschung gibt es auch Testkäufer oder Testanrufer, um die Servicequalität von Unternehmen zu prüfen. Hier entscheidet die eigene Vorliebe.
  • Darstellende Jobs:
    Mit schauspielerischem Talent oder Lust auf Film und Fernsehen kann ein Student sich bewerben als Komparse (Kleindarsteller), als Claqueur oder als Lichtdouble. Auch Aktmodelle für angehende Maler oder im Zeichenunterricht werden immer wieder gesucht. Als Simulationspatient lernt man die Übungen von Medizinstudenten am eigenen Leib kennen.
  • Ganz ausgefallene Jobs:
    Einige Jobangebote sind fast zu lustig, um wahr zu sein. Hol den Ball: Golfballtaucher holen in großen Golfclubs die Bälle wieder ans Licht. Kein Gag: Sonnenbrandeincremer können im Urlaub Sonnenbrände verhindern helfen. Sargträger gefällig? Oft setzen Beerdigungsinstitute auf studentische Sargträger. Professionell Schlussmachen: Trennungsagenturen setzen bezahlte Schlussmacher ein, um einem Partner mitzuteilen, dass die Beziehung zu Ende ist.
Schnell etwas dazuverdienen: Die allermeisten Studentenjobs sind über eine Online-Suche zu finden.
Schnell etwas dazuverdienen: Die allermeisten Studentenjobs sind über eine Online-Suche zu finden.

Klassische Studentenjobs

Es gibt unzählige Jobportale, auf denen immer wieder neue Jobangebote für Studenten inseriert werden, auch als Nebenjob oder Ferienjob ausgeschrieben. Viele Firmen suchen gezielt nach Studenten für ihre Jobangebote, weil sie bestimmte Sozialabgaben dadurch nicht leisten müssen und diese flexibel einsetzen können.

Der Werkstudentenjob ist ein sehr beliebter und recht lukrativer Studentenjob. Er bietet sich vor allem in der studienfreien Zeit an, denn oft sind das zeitlich anspruchsvolle Jobs. Hier gibt es meistens ein Arbeitszeugnis und später eine gute Einstiegsmöglichkeit in diesem Unternehmen.

Einige kleine Nebenjobs lassen sich sehr einfach im laufenden Semester einplanen und ermöglichen ein zusätzliches Taschengeld. In solchen Studentenjobs kann man beispielsweise:

  • als Baby- oder Tiersitter für andere sorgen,
  • als Zeitungsträger oder Flyerverteiler Werbung verteilen,
  • als Verlader oder Auslieferer gezielt tageweise arbeiten,
  • als Kellner, Küchenhilfe oder im Catering-Service in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen helfen,
  • als Aushilfe/Kassierer im Supermarkt oder bei Drogierieketten oder
  • als Messe-Mitarbeiter oder als Hostess arbeiten.

 

Viele Studenten, wenig Geld

Ein Zusatzverdienst neben dem Studium hat die unterschiedlichsten Beweggründe: den eigenen Lebensunterhalt aufbessern, für die Finanzierung des Studiums oder, um sich bestimmte Investitionen in die Karriere oder in Reisen leisten zu können. Meistens geht es schlicht und einfach nur darum, über die Runden zu kommen mit dem vorhandenen Geld. Rund zwei Drittel der Studenten können mit einem studentischen Nebenjob ihre Unkosten tatsächlich decken.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Anzahl der Studenten für das Wintersemester 2018/19 auf über 2,86 Millionen angewachsen – ein Rekord in Deutschland. Dabei wird die Situation für viele Studenten gerade auf dem Wohnungsmarkt zunehmend schwieriger, die monatliche Mietzahlung gerät für die Meisten inzwischen zum größten Kostenpunkt. Immer mehr Studenten drängen auf immer teureren Wohnraum. Eine neue Studie von immowelt.de konnte belegen, dass die Mieten in zwei Drittel der deutschen Studentenstädten im Mittel teurer geworden sind, insbesondere in den westlichen Bundesländern.

 

Rechtliches beachten beim Studentenjob

Jeder Student hat vor allem einen Hauptjob: das Studieren selbst. Deswegen gelten für alle Studentenjobs bestimmte Regelungen, was die Arbeitszeiten, Verdienst, Steuern und Versicherung betrifft, denn für Studenten haben einen rechtlichen Sonderstatus. Studenten müssen bis zu einer bestimmten Verdienstgrenze keine Sozialversicherungsabgaben zahlen.

Ein Studierender darf während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten. In der vorlesungsfreien Zeit ist dies aufgelockert, allerdings sind dann die Verdienstgrenzen zu beachten. Am Ende des Jahres darf der Verdienst 9.000 Euro (Stand 2018) nicht überschreiten. Alles darüber muss ein Student versteuern.
Bei einem BAföG-Empfänger liegen die Verdienstgrenzen noch tiefer, aktuell bei 5.400 Euro, also einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 450 Euro. Das ist bei einem regelmäßig ausgeübten Minijob auch das maximale Monatsgehalt. Alles über diesem Jahreseinkommen wird auf das BAföG angerechnet. Hier ist zu beachten, dass es sich um das jährliche Gesamteinkommen handelt, das im Monat höher liegen kann, wenn nur in den Ferien gejobbt wird.

Ob ein Student nun als Werkstudent, Teilzeit-Mitarbeiter oder als Minijobber tätig ist – er hat immer dieselben Arbeitnehmerrechte wie andere Kollegen in Vollzeit. Dazu gehört eine Lohnfortzahlung bei Krankheit oder ein Kündigungsschutz.

Ein großer Vorteil ist für alle Studenten unter 25 Jahren ist, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen noch bei den Eltern familienversichert bleiben können. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass der-/diejenige noch in der Ausbildung ist und der monatliche Gesamtverdienst unter einer Grenze von 518,33 Euro liegt.

 

 

 

Verfasser: Marcus Faber

Pixabay @ Engin_Akyurt (CCO public domain)

Pixabay @ rawpixel (CCO public domain)

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